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Die
deutsche Wehrmacht war auf der Suche nach einem Fahrzeug, das mit Schnee, Sand,
Schlamm und anderem unwegsamen Gelände fertig werden konnte. Ferdinand Porsche
erkannte das Potential, das in einer schwimmfähigen Version des VW Kübelwagen
Typ 82 steckte. Aus der Kombination dieser Eigenschaften und dem hinzugefügten
Allrad-Antrieb, der etwa zur gleichen Zeit als Typ 87 Allrad-Fahrgestell
entwickelt worden war, entstand 1940 das Projekt Typ 128.
30 Stück
wurden 1941 gebaut und an Pioniereinheiten des Heeres ausgeliefert. Der Typ 128
hatte einen bootförmigen Aufbau. Das Heer war sehr beeindruckt und Porsche
erhielt den Auftrag, den Typ 128 weiter zu entwickeln.
Der Typ 138
war ein Typ 128 mit leichten Änderungen (Typ128 Ausführung B). Weitere 100
Fahrzeuge dieses Typs wurden bestellt.
Eine andere
Sonderausführung war der Typ 129, ein komplett geschlossener, ferngelenkter
Sprengstoffträger, dessen Weiterentwicklung aber eingestellt wurde. Die
Prototypen wurden Ende September 1940 auf dem Max-Eyth-See bei Stuttgart
getestet.

Man konnte
beim Typ 128 zwischen 2-Rad- und 4-Rad-Antrieb wählen. Der Wagen hatte ein
4-Gang Getriebe mit Kraftübertragung auch auf die Vorderräder und 2
Sperrdifferentiale.
Professor
Porsche fand den Typ 128 zu groß und zu instabil. Er entwickelte einen etwas
kleineren Schwimmwagen, aus dem das Projekt Typ 166 wurde. Die ersten 125
Fahrzeuge wurden bei Porsche in Stuttgart in Handarbeit hergestellt. Diese
Fahrzeuge sind auch bekannt als „Vorserienschwimmwagen“.
Der
Typ 166 ging in Wolfsburg (damals „Stadt des KdF-Wagens“) in die
Serienproduktion. Das Serienmodell, das ist der „VW-Schwimmwagen“ wie wir ihn
heute kennen, hatte einen um 40cm kürzeren Radstand als der Typ 128. Ebenso war
die Fahrzeugbreite um 10cm reduziert. Ein paar kleinere Änderungen am Aufbau
resultierten aus den Testfahrten des Heeres. So wurden zum Beispiel die
Abschlepphaken verstärkt. Angetrieben wurde er von dem gleichen 1131cm³ Motor,
der ab 1943 auch in den Kübelwagen eingebaut wurde. Im Wasser trieb der Motor
eine Dreiblatt-Schraube am Heck des Schwimmwagens an.
Der Typ 166
war sehr beliebt, hauptsächlich wegen seiner Geländegängigkeit dank des
Allrad-Antriebs. Seine Schwimmfähigkeit kam dagegen nur selten zum Einsatz. Im
2. Weltkrieg hatte der Schwimmwagen eine durchschnittliche Lebensdauer von nur 6
Wochen!
Die
Produktion wurde 1944 wegen der hohen Arbeitsstundenzahl und dem hohen
Materialverbrauch eingestellt. Die Briten
bauten 1945/46 noch 6 Schwimmwagen aus Restteilen, die in der Fabrik
übriggeblieben waren. Vermutlich wurden ca. 15000 Schwimmwagen gebaut.
Nach dem
Krieg fanden die Schwimmwagen noch Verwendung bei Polizei, Feuerwehr und bei
Landwirten. Manche schnitten sogar Türen in ihren Schwimmwagen. Bald aber wurden
sie durch neue Fahrzeuge ersetzt und wanderten auf den Schrottplatz.

Sources: see
literature
[ More technical specifications of the Schwimmwagen type 166 can be found
here. ] |